2013 Purple Heron
Ein echtes Highlight im Jahr 2013 war die Purpurreiher-Saison.
Das Besondere in diesem Jahr war das die Reiher, nicht wie sonst üblich, tief im Schilf ihre Balz und Jungenaufzucht vollzogen sondern direkt am Schilfrand. Die Balz dauerte nicht mal ein Woche. In der Zeit waren wir jeden Abend an Ort und Stelle. Da niemand wusste was auf den paar Quadratmeter im großen Naturschutzgebiet los war, waren Alfred und ich jeden Abend alleine mit den Vögel. Diese interessierten sich in keinster Weise für uns. Im Gegenteil. Manch einer kam an unsere Uferseite geflogen und fischte direkt vor uns. Hatte ich so auch noch nie erlebt. Die Balz zu fotografieren war schon ein echtes Erlebnis.

Die Vögel fliegen in ihrem typischen Balzflug über das Schilf und stoßen dabei kurze laute Schreie aus.


Dann landen sie im Schilf und klettern die Schilfhalme, die sie bündelweise zwischen ihren Krallen packen, nach oben.


Am schönsten war es wenn sich das Bündel Halme aufgrund des Gewichts nach außen bog und der Vogel in seinem poppigen Balzgefieder völlig frei vor uns stand.


Dann begann der Balztanz. Dazu gegen die Reiher immer wieder in die Knie, ziehen dabei den Hals ein um sich gleich wieder in voller Pracht zu strecken.


Dieser Bewegungsablauf wiederholt sich, unterbrochen durch gelegentliches Flügelschlagen oder Stellungswechsel, immer wieder.
Die Paare haben sich schnell gefunden und so begann schon nach kurzer Zeit der Nestbau. Dieser wurde nur für ... wirklich wichtige Aktivitäten ... unterbrochen.


Schon bald Lagen die ersten Eier im Nest.


Diese wurden von den Eltern abwechselnd bebrütet und beschützt. Was den Reiher zu der Drohhaltung veranlasste konnte ich leider nicht sehern.


Etwa 30 Tage später waren dann endlich die Kleinen da.


Jetzt hieß es Futter ran schaffen.


Auch hier wechselten sich die Vögel ab. In dem Augenblick wo ein Altvogel mit vollen Kropf das Nest betrat gab es eine kurze Begrüßung und dann flog der Andere weg. Danach wurde der Kropf geleert.


Hier ein Familienfoto über das ich mich sehr gefreut habe.


Die Kleinen wuchsen sehr schnell.


Je größer sie wurden um so mehr taten mir die Eltern leid. Man sah ihnen den Stress aber auch an. Denn bei der Futterübergabe geht es schon recht wild zu.








Bereits nach ein paar Wochen waren die ersten Jungreiher selbstständig unterwegs.


Kleines Making of zum Schluß
Zur Überbrückung der dennoch beachtlichen Distanz von rund 70 Meter habe ich zwischen die 1D MK IV und dem 800er meist den 1.4x Konverter geschraubt.


Abends waren Alfred und ich fast immer alleine. Hier seht Ihr Alfred bei der Berechnung des Einflugwinkels vom nächten Purprureiher.


Morgens war schon mehr los. Mit der Truppe war es war immer recht lustig.


Dann auf ein Neues im nächsten Jahr.